Die Netzwerkausrüster erwarten in den kommenden Jahren ein explosionsartiges Wachstum des mobilen Datenverkehrs. Die Branche unterschätze noch, was in den kommenden zehn Jahren passieren werde, so Ericsson-Chef Hans Vestberg am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. „Wir glauben, dass wir in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden neue mobile Breitbandnutzer sehen werden.“

„Wir rechnen im Jahr 2020 mit 50 Milliarden verbundenen Geräten“, sagte Vestberg. Neben mobilen Breitbandverbindungen werde auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten zunehmen, zum Beispiel wenn Patientendaten oder der Stand des Stromzählers automatisch übermittelt werden.

Bis 2015 werde sich die Zahl der Nutzer von mobilen PCs versechsfachen und der von ihnen produzierte Datenverkehr im Vergleich zu 2009 um das 50-Fache anwachsen. Gleichzeitig dürften in fünf Jahren 4-mal so viele Smartphones wie jetzt im Einsatz sein, die 25-mal mehr Daten verschicken.

Auch der CEO von Nokia Siemens Networks, Rajeev Suri, erwartet eine weitere Steigerung des Datenverkehrs. Bis 2015 werde sich die Datennutzung sogar um 10.000 Prozent erhöhen, sagte er in Barcelona. 23 Exabytes Traffic werden 2015 über den Mobilfunk verbraucht werden, schätzt NSN. Das entspräche dem Download eines E-Books pro Tag – bei einer Nutzerzahl von 6,3 Milliarden. Die Netztechnik müsse sich auf diese Menge einstellen, da die Netze sonst zusammenbrechen würden, so Suri.

Sowohl Ericsson als auch Nokia Siemens Networks zeigen auf dem MWC Testversionen des UMTS-Nachfolgers LTE. Ericsson will dabei eine Übertragungsrate von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde erreichen. Mit einer kommerziellen Verfügbarkeit rechnet Ericsson 2014.

Quelle: heise.de

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